Der Initiativtext

Hier kannst du sehen, was unserer Initiative genau will. Es geht um eine Anpassung des Steuertarifes für die Vermögenssteuer. Wir wollen tiefe Vermögen entlasten und hohe Vermögen stärker zur Verantwortung ziehen. Wieso das gut ist und dem ganzen Aargau weiterhilft, kannst du im Argumentarium lesen.

Mit Initiative

Das Steuergesetz (651.100) wird wie folgt geändert:

(neu):

2. Steuertarif

Die Vermögenssteuer beträgt: *

a) * 1,0 ‰ für die ersten Fr. 200'000.–

b) * 1,5 ‰ für die weiteren Fr. 200'000.–

c) * 2,0 ‰ für die weiteren Fr. 200'000.–

d) * 2,5 ‰ für die weiteren Fr. 200'000.–

e) * 3,0 ‰ für die weiteren Fr. 300'000.–

f)  * 3,5 ‰ für die weiteren Fr. 300'000.–

g) * 4,0 ‰ für die weiteren Fr. 500'000.–

h) * 4,5 ‰ für Vermögensteile über 1'900'000.-

2 Restbeträge des Vermögens unter Fr. 1'000.– fallen ausser Betracht.

Ohne Initiative

Dieser Paragraph ersetzt den aktuellen § 55 des Aargauer Steuergesetzes:

§ 55 (alt):

2. Steuertarif

1 Die Vermögenssteuer beträgt:*

a) * 1,1 ‰ für die ersten Fr. 100'000.–

b) * 1,3 ‰ für die weiteren Fr. 100'000.–

c) * 1,4 ‰ für die weiteren Fr. 100'000.–

d)* 1,5 ‰ für die weiteren Fr. 100'000.–

e) * 1,6 ‰ für die weiteren Fr. 100'000.–

f) * 1,7 ‰ für die weiteren Fr. 100'000.–

g) * 1,8 ‰ für die weiteren Fr. 200'000.–

h) * 1,9 ‰ für die weiteren Fr. 200'000.–

i) * 2,0 ‰ für die weiteren Fr. 200'000.–

k)* 2,1 ‰ für Vermögensteile über Fr. 1'200'000.–

 

2 Restbeträge des Vermögens unter Fr. 1'000.– fallen ausser Betracht.

Im Detail

„Die Vermögenssteuer beträgt“:
Das kantonale Steuergesetz regelt die Vermögenssteuer. Zusammen mit der Einkommenssteuer macht sie für natürliche Personen die einfache (100%) Kantonssteuer (Staatssteuer) aus. Der Kanton legt einen Steuerfuss fest, der nicht mehr als 100% der Kantonssteuer betragen darf. Momentan liegt der kantonale Steuerfuss im Aargau bei 97%. Dazu kommt noch der Beitrag an die Wohngemeinde. Zu den Staatssteuern kommt also noch der jeweils von der Gemeinde festgelegte kommunale Steuerfuss. Der Bund erhebt keine Vermögenssteuer.

“* 1,0 ‰ für die ersten Fr. 200'000.–”
Gemäss Steuergesetz werden die ersten 200’000.- für Verheiratete, die ersten 100’000.- für übrige steuerpflichtige Personen und zusätzlich für jedes Kind, für das ein steuerfreier Betrag gewährt wurde, 12’000.-, von der Berechnung des steuerbaren Vermögens abgezogen. Erst für zusätzliche 200’000.- müssen 1,0‰ Vermögenssteuer gezahlt werden. Allerdings nur auf die zusätzlichen 200’000.-. Eine Mehrheit von etwa 65% der Haushalte im Kanton Aargau müssen also nie oder nur in sehr geringem Ausmass Vermögenssteuer bezahlen. Haushalte mit einem steuerbaren Vermögen bis zu 475'000.- würden von der Initiative profitieren. Zum Beispiel gilt für ein steuerbares Vermögen von 175’000.- 1,0 ‰ Vermögenssteuer und nicht 1,3 ‰ wie bis anhin.

“* 4,5 ‰ für Vermögensteile über 1'900'000.-”
Mit der Initiative würden die Vermögen über 475'000.- ein wenig stärker belastet, Richtwert 30.- und Vermögen über 1 Mio. Franken ebenfalls zu einem Richtwert von 40.-. Vermögen von über 2 Mio. Franken werden mit 4,5 ‰ Vermögenssteuer belastet. Die Initiative würde nur 17% der Aargauer Wohnbevölkerung leicht betreffen. 2% der Haushalte mit einem Vermögen von über 2. Mio. würden tatsächlich stärker besteuert wert, weil nur 2% der Aargauer Bevölkerung mehr als 2 Mio. Franken steuerbares Vermögen besitzt. Diese Millionäre hätten neu inklusive Gemeindesteuer (man bezahlt Vermögenssteuer an den Kanton und die Gemeinde) knapp 1 Prozent Vermögenssteuer total zu entrichten. Dies würde dem Grenzsteuersatz im Kanton Genf entsprechen.